Die Idee zu dieser Internetpräsenz (und dem provokanten Slogan) ist dem Umstand geschuldet, dass ich auf Grund meiner gesellschaftlichen Aufklärungstätigkeit (z.B. über das BGE = bedingungsloses Grundeinkommen) sehr oft einen Nicht- oder besser gesagt Protest-NICHT-Wähler treffe, der voller Stolz betont, seinen Stimmzettel ungültig zu machen. Leider unterliegen viele dieser Ungültig-Wähler dabei der großen Irrung, sie würden damit die Wahl beeinflussen.
Die ungültigen Stimmen werden wie die Nichtwählerstimmen überhaupt nicht beachtet. Die prozentualen Anteile der Parteien werden NUR aus den gültigen Stimmen errechnet. Ob man seine Stimme ungültig macht oder der Wahl fern bleibt, ist für den Ausgang der Wahl somit völlig irrelevant.

Sehr viel schlimmer ist aber die unbestrittene Tatsache, dass JEDE nicht abgegebene oder ungültige Stimme gerade die Parteien stärkt (prozentual aufbläht), wegen denen man NICHT zur Wahl gegangen ist oder seine Stimme sogar ungültig gemacht hat.

Wahlsieger Nichtwähler
Quelle: Cartoon aus dem Buch „Prost Wahlzeit“ des Schaltzeit Verlages.
Mit freundlicher Genehmigung 🙂
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Die prozentuale Verteilung der Stimmen unter Beachtung der Nichtwähler in den einzelnen Aufstellungen ist natürlich relativ zu betrachten, da Nichtwähler, wenn sie dann doch wählen gehen würden, ihre Stimme ja auch jemanden zuordnen würden, dessen Prozente sich dadurch ebenfalls ändern. Diese Internetpräsenz ist daher als reiner Denkanstoß bezüglich des ungerechten Wahlsystems (auch wieder unbewusst bewusst manipuliert*) und nicht als ultimativer Lösungsweg zu betrachten.
*) Immer wieder richten rücksichtslose Menschen, denen das gesellschaftliche Grundvertrauen fehlt, ein (Wahl-) System ein, in dem positiv denkende und warmherzig agierende Menschen von vornherein ausgeschlossen werden. Dies durchzieht ein Großteil der Gesellschaft und das vom Familien- bis hin zum Wirtschaftssystem.
Den so betrogenen Menschen bleibt am Ende oft nur Resignation oder im schlimmsten Fall reine Wut übrig.

 

Alle Nicht- und Ungültig-Wähler, die damit ihren Protest zum Ausdruck bringen wollen, erreichen genau das Gegenteil und da Unwissenheit nicht vor Strafe schützt, bekommen die Nicht- und Ungültig-Wähler genau die Regierung, die sie eigentlich überhaupt nicht ( oder sogar abschaffen ) wollen.

Und da sage mir niemand… das sei nicht doof!

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Mein Vorschlag:

Es gilt die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (wie z.B. das Wahlsystem) im Sinne eines frei bestimmten Lebens jedes einzelnen Individuums zu verbessern, statt weiter mit aller Kraft paranoide Zwangssysteme aufrecht zu erhalten. Eine gesunde Gesellschaft entsteht durch das frei bestimmte Handeln ALLER Menschen und nicht durch erpresserischer Manipulation einiger weniger aus einer krankhaft materialistischen Wirtschaftsdiktatur heraus.

Schickt die Politiker in Therapie,
dann klappt es auch mit der Demokratie!

 

 

 

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3 Gedanken zu “

  1. Tatsächlich ist es doof zu resignieren und nicht wählen zu gehen. Man schimpft auf die Wahlergebnisse, ärgert sich über die extrem konservative und wirschatsorientierte Politik und tut nichts dagegen. Leute geht zur Wahl – Tut was damit die Regierung endlich aufhört uns – die Bürger – stets kurz vor der Revolution zu halten. Mindestlohn, Hartz 4, ungerechte Besteuerung, Promiboni, Polizeiübermacht lassen wir alle im Kollektiv passieren.
    Es wurde Zeit das so eine Seite and Netz geht – Danke dafür

  2. Deine These, eine gesunde Gesellschaft entstünde durch frei bestimmtes Handeln aller Menschen halte ich für nicht realistisch, weil wir alle nicht die idealen, selbstlosen Menschen sind, die du für ein solches freies herrschaftsfreies System bräuchtest, sondern wir alle sind mehr oder weniger vorgeschädigt, egoistisch, intolerant, selbstbezogen u.v.m. teilweise wiederspricht alleine schon die Selbstbestimmtheit dem Funktionieren eines solches, selbstorganisierendes System. Von daher kann ich mir in der Realität kaum vorstellen, das dieses funktioniert.

    Solche Dinge funktionieren höchstens in kleinen eingespielten Gruppen, bei denen jeder mehr oder weniger selbstlos seinen Beitrag einbringt. Und selbst dort geht es nicht ganz ohne Erpressung und Manipulation ab. Denn wenn jemand nur deshalb einen Dienst leistet, damit er selbst auch wieder einen Dienst eines anderen erfährt, dann ist das bereits wieder eine „Erpressung“. Wenn man jetzt beispielsweise in einer WG einen Putz,- Einkauf,- etc Dienst einführt, und man diesen Dienst nur deshalb leistet, weil man auch selbst in den Genuss dieses Dienstes kommen will, dann ist auch das schon „Erprssung“. Denn die Konsequenz, einen Dienst (bspw. Clo putzen) nicht auszuführen, weil man keine Lust hat, ist, dass in der darauffolgenden Woche der andere dann auch das Clo nicht putzen wird. Die Erpressung ist ganz einfach, dass wenn der eine das Clo nicht putzt, weil er keine Lust hat, er auch in der nächsten Woche ein schmutziges Clo vorfinden wird, weil sich dann auch der nächste weigern wird, das Clo zu putzen. Ergo – wenn er also will, dass auch andere für ihn das Clo putzen, dann bleibt ihm nix anderes übrig, als sich an die getroffene Vereinbarung zu halten, und das Clo zu putzen, wenn er an der Reihe ist.

    Ich hab mal gerade ein paar Erfahrungsberichte von Studentenwgs nachgelesen; selbst DA funktioniert ein einvernehmliches, konfliktfreies Zusammenleben nur sehr selten, und kaum ohne Sanktionsdrohung, Manipulation und Druck.

    Wie soll denn da bloß eine Massengesellschaft mit 80 Mio Leuten ohne Erpressung und Manipulation funktionieren?

    Ganz ohne Regelungsmechanismen funktioniert es in der Realität einfach nicht. Und diese Regelungsmechanismen sind eben „Zuckerbrot und Peitsche“. Für mich entscheident ist, dass die Bedingungen fair sind.

    Um mal kurz den Bogen auf des bedinungslose Einkommen zurück zu kommen, so ist die Begründung für die Einführung eines bedinungslosen Grundeinkommens darin zu suchen, dass

    1. gar nicht mehr genügend sinnvolle Arbeit für alle Menschen da ist,

    2. weil aufgrund unserer extremen Produktivität die Zurverfügungstellung der Güter des Existenzminimums extrem billig geworden ist.

    3. weil wir alle die Erben sind von den Menschen sind, welche die Voraussetzungen zur Schaffung der heutigen Produktivität geschaffen haben.

    4. weil nur Menschen, die finanziell gesichert sind, leben können, ohne kriminell werden zu müssen

    5. Weil es für uns als Gesellschaftssystem legitim ist, dass wir uns für eine im Sinne der Moral für eine gerechte Güterverteilung entscheiden, die jedem Menschen, unabhängig davon, ob er produktiv ist oder nicht, ein gutes Leben ermöglicht.

    6. weil uns unser grundgesetzlicher moralischer und zivilisatorischer Kodex dazu verpflichtet, die Würde des Menschen zu achten und zu schützen

    7. und unser grundgesetzlich moralischer Kodex zur Achtung und zum Schutz der Menschenwürde ist zusätzlich unserer dunklen faschistischen Vergangenheit geschuldet, weil damals die Würde des Menschen mit Füßen getreten wurde, deshalb haben die Väter des Grundgesetzes als ersten Artikel die Würde des Menschen geschützt, damit niemals mehr auf deutschem Boden eine Regierung mehr die Mensch so kujonieren und schickanieren kann, die das im faschistischen Dritten Reich der Fall war.

    Nun ja, die SPD/Grünen*/CDU-Regierungen versuchen das mit dem kujonieren schon wieder, in dem sie ein Sanktionsgesetze anwenden, unter denen die Menschen verrecken. Ein solche Gesetzgebung, wie unter der Agenda 2010 hat es seit Hitler erst wieder unter Gerhart Schröder gegeben!

    *Die Grünen derzeit nicht, aber man möge nicht vergessen, dass die Hartz IV-Gesetze unter Rot/Grün verbrochen wurden! Dass die Grünen sich jetzt so scheiß linksliberal geben ist der Tatsache geschuldet, dass sie jetzt auf den Oppositionsbänken sitzen…
    Klaus.

  3. Es ist falsch und unlogisch zu behaupten daß Nichtwähler die Parteien wählen oder stärken, welche sie nicht wählen. Fakt ist daß Nichtwähler NICHT WÄHLEN und sich somit aus dem Wahlsystem heraushalten. Dies kann Ausdruck eines Boykotts, Bequemlichkeit oder auch Desinteresse sein. Vielleicht weil viele Nichtwähler erkannt haben daß es ihren Interessen widerspricht wählen zu gehen; durch Wahlen Parteien und Diktaturen (fremdbestimmte Gesetze = Gewaltherrschaft) zu legitimieren, und sich damit auch noch selbst zu entmündigen. Durch eine sinkende Wahlbeteiligung wird die Betrugsmasche der politischen Wahlsysteme zumindest immer deutlicher und verliert seine argumentative wenn auch nicht rechtliche Legitimationsgrundlage. Denn Recht ist immer unmittelbarer Ausdruck von Gewaltherrschaft !

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